Der Tag des offenen Denkmals 2026 fand am 13. September 2026 unter dem bundesweiten Motto „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“ statt. Organisiert wird der Tag des offenen Denkmals von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Rund 7.000 Denkmalobjekte waren zu besichtigen. Damit zählt der Tag des offenen Denkmals weiterhin zu den größten Kulturveranstaltungen Deutschlands. Die Stadt Gransee beteiligte sich am Tag des offenen Denkmals und öffnete die Baustelle im Klausurflügel des Franziskanerkloster Gransee sowie die Alte Schule.
Die Baumaßnahme für den zukünftigen „Ort für Kultur und Bildung“ verbindet den denkmalgerechten Erhalt des mittelalterlichen Klausurflügels des ehemaligen Franziskanerklosters Gransee mit der Weiterentwicklung der im 19. Jahrhundert errichteten Alten Schule zu einem besonderen Gesamtensemble. Während der Klausurflügel als Ausstellungs- und Informationsort zur Geschichte des Klosters entwickelt wird, entstehen in der Alten Schule und dem ergänzenden Neubau die neue Stadtbibliothek, ein Veranstaltungsbereich sowie das Stadtarchiv.
Grundlage des derzeit in Realisierung befindlichen Projektes war ein Architektenwettbewerb. Der mit dem ersten Preis ausgezeichnete Entwurf gestaltete einen zurückhalten Verbindungsbau, der die historische Form der verlorenen Kirchenapsis aufnimmt und der gleichzeitig die barrierearme Erschließung des Klausurflügels gewährleistet. Durch den Verbinder und die denkmalgerechte Restaurierung des Klausurflügels ohne zusätzliche Einbauten werden die unterschiedlichen Zeitschichten des Ortes sichtbar und seine Geschichte verständlicher. Das Ensemble vereint Denkmalschutz, kulturelle Bildung und öffentliche Nutzung und stärkt zugleich die historische Identität des Standortes.
Mehr als 100 Interessierte nahmen an den Baustellenführungen durch die Architekten vom Büro Chestnutt_Niess Architekten, Berlin, und den Restaurator Jochen Hochsieder, Rheinsberg-Heinrichsdorf, sowie die Projektleiterin der Amtsverwaltung Gransee und Gemeinden, Carmen Tasch, teil. Die Besucherinnen und Besucher erhielten exklusive Einblicke und fachkundige Erläuterungen in den laufenden Sanierungs- und Restaurierungsprozess am Denkmalensemble.
Ein besonderer Dank geht an Irina Richter von der Bibliothek Gransee für die Versorgung mit Kaffee und Kuchen.
Die bauliche Realisierung des Projektes „Ort für Kultur und Bildung“ im Denkmalensemble „Franziskanerkloster / Alte Schule“ wird durch Zuwendungen der Bundesrepublik Deutschland und des Landes Brandenburg aus den Bund-Länder-Programmen „Städtebaulicher Denkmalschutz“ und „Lebendige Zentren“ sowie mit Mitteln der Europäischen Union gefördert.







