Preisgericht "Wohnstätte Altlandsberg"

Preisgericht zum Wettbewerb „Wohnstätte Altlandsberg“

Der Landkreis Märkisch-Oderland hat den Wettbewerb „Wohnstätte Altlandsberg“ erfolgreich abgeschlossen. In nichtöffentlicher Sitzung tagte das Preisgericht am 14. April 2026 im STIC Strausberg und entschied über die eingereichten Entwürfe für den Neubau einer Wohnstätte für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit geistigen und körperlichen Beeinträchtigungen.

Insgesamt wurden zehn Wettbewerbsarbeiten fristgerecht eingereicht und nach intensiver fachlicher Diskussion bewertet. Alle Beiträge erfüllten die formalen Anforderungen und wurden zur Beurteilung zugelassen. In zwei Wertungsrundgängen wurden die Wettbewerbsbeiträge intensiv diskutiert und unter Berücksichtigung der Beurteilungskriterien bewertet.

Preisgericht zum Wettbewerb "Wohnstätte Altlandsberg"
Preisgericht zum Wettbewerb „Wohnstätte Altlandsberg“

Vorsitzender des Preisgerichts war Dipl.-Ing. Arndt Hermann, Architekt BDA (Potsdam). Dem Preisgericht gehörten außerdem als Fachpreisrichter*innen Frau Prof. Mareike Schönherr, Landschaftsarchitektin BDLA (Berlin), Frau Elke Maria Alberts, Architektin BDA (Bielefeld) und Herr Lutz Grabowski, Architekt (Templin/Prenzlau) an. Den Auslober vertraten im Preisgericht als Sachpreisrichter Frau Christiane Fälker, Beigeordnete und Fachbereichsleiterin beim Landkreis Märkisch-Oderland, Herr Thomas Berendt, Leiter des Liegenschafts- und Bauverwaltungsamtes, sowie Frau Karola Hundertmark, Fachdienstleiterin Hochbau beim Liegenschafts- und Bauverwaltungsamt des Landkreises Märkisch-Oderland.

Preisgericht zum Wettbewerb "Wohnstätte Altlandsberg"
Preisgericht zum Wettbewerb „Wohnstätte Altlandsberg“: 1. Preis

Den 1. Preis vergab das Preisgericht an MOZIA Monari + Zitelli Architekten Partnerschaft mbB, Berlin, gemeinsam mit DMSW Architekten Dahlhaus Müller Wehage, Berlin, und meyer.fey Landschaftsarchitektur, Herrsching. Der ausgezeichnete Entwurf überzeugte das Preisgericht insbesondere durch seine hohe architektonische Qualität, die sensible Einbindung in den Schulcampus Altlandsberg sowie durch ein funktional und gestalterisch überzeugendes Gesamtkonzept. Hervorgehoben wurden zudem die konsequente Umsetzung der Anforderungen an Barrierefreiheit, Inklusion und Nutzungsqualität sowie ein wirtschaftlicher und nachhaltiger Ansatz.

Der 2. Preis ging an Fountis Jeschonnek Architekten GmbH, Berlin, mit Wallmann Landschaftsarchitekten GmbH, Berlin, der 3. Preis an harris + kurrle architekten BDA, Stuttgart, gemeinsam mit Gänßle und Hehr Landschaftsarchitekten, Esslingen. Zwei weitere Arbeiten wurden in die engere Wahl aufgenommen.

Mit dem Realisierungswettbewerb verfolgt der Landkreis Märkisch-Oderland das Ziel, eine zeitgemäße, barrierefreie und inklusive Wohnstätte für insgesamt 18 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zu schaffen. Der Neubau am Schulstandort Altlandsberg soll den bisherigen Standort ersetzen und das Betreuungsangebot qualitativ wie quantitativ erweitern. Neben zwei Wohngruppen für Kinder und Jugendliche ist erstmals auch eine Wohngruppe für junge Erwachsene auf dem Weg in ein selbstständigeres Leben vorgesehen.

Der Landkreis Märkisch-Oderland beabsichtigt, auf Grundlage der Empfehlung des Preisgerichts mit dem erstplatzierten Team in das weitere Vergabeverfahren einzutreten und die Planung zu realisieren – vorbehaltlich der haushaltsrechtlichen Voraussetzungen.

Die Wettbewerbsarbeiten werden ab Donnerstag, 23. April 2026, öffentlich ausgestellt. Die Ausstellung ist im Foyer des Landratsamtes Märkisch-Oderland, Puschkinplatz 12, 15306 Seelow, zu sehen. Die Ausstellungseröffnung beginnt um 10:00 Uhr.

Mit der Vorbereitung und Durchführung war die BSG Brandenburgische Stadterneuerungsgesellschaft mbH beauftragt.